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Folge 3 - Verkehrte Welt: Gegengeschäfte

Folge 3 - Verkehrte Welt: Gegengeschäfte

Handelt die Schweizer Politik im Sinne der Industrie? Schafft sie gute Rahmenbedingungen für die Unternehmen? Diesen Fragen gehe ich in meiner Serie «Verkehrte Welt» nach und stelle dazu vier Beispiele für wirtschaftsschädliches Handeln der Schweizer Politik vor.

 
Handelt die Schweizer Politik im Sinne der Industrie? Schafft sie gute Rahmenbedingungen für die Unternehmen? Diesen Fragen gehe ich in meiner Serie «Verkehrte Welt» nach und stelle dazu vier Beispiele für wirtschaftsschädliches Handeln der Schweizer Politik vor.

 

Letzte Woche lag der Fokus auf dem Investitionsschutz. Heute fokussiere ich auf die verwehrten Gegengeschäfte im Rahmen der neuen Kampfflugzeuge:

Gegengeschäfte sichern Arbeitsplätze!

Gegengeschäfte für das neue Kampfflugzeug können Schweizer Industriefirmen einen sonst nicht erreichbaren Zugang zu globalen Produktionsketten verschaffen. Die Vergangenheit zeigt, dass die Unternehmen diese Chance dank Zuverlässigkeit und Innovation nutzen und damit Arbeitsplätze in der Schweiz sichern. Insbesondere für KMU sind Industriebeteiligungen oft die einzige Möglichkeit, um Zugang zu Forschung und Entwicklung in hochentwickelten Technologien zu erhalten sowie ihre innovativen Produkte in internationalen Wertschöpfungsketten einzubringen.

Chance auf Weiterentwicklung verwehrt 

Nun hat der Bundesrat Gegengeschäfte im Bereich der nicht-sicherheitsrelevanten Technologie- und Industriebasis gestrichen. Genau diese Geschäfte führen allerdings zu keinen Mehrkosten für den Steuerzahler, weil es nicht um den Aufbau von sicherheitspolitischem Wissen geht. Sie stärken aber den Werkplatz Schweiz. Die Tessiner und Westschweizer Unternehmen haben das Nachsehen, da dort grosse Firmen im sicherheitsrelevanten Bereich weitgehend fehlen. Ihnen wird die Chance auf Weiterentwicklung verwehrt. Auch hier werden die Forderungen der Industrie in den Wind geschlagen. Das Resultat: eine politisch verursachte Schwächung des Werkplatzes.

Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie bietet 320'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Job. Damit diese Unternehmen und ihre Mitarbeitenden eine Zukunft haben, sollte die Politik den Worten der Unterstützung auch jene Taten folgen lassen, welche die betroffene Industrie effektiv unterstützt.

Mit meiner Kandidatur für den Nationalrat setze ich mich für eine starke Schweizer Industrie ein.

In meiner nächsten die Serie «Verkehrte Welt», beleuchte ich, wieso der Zugang der Schweiz zu ihren unmittelbaren Nachbarregionen nicht eingeschränkt werden darf.

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